{"id":188,"date":"2013-04-28T20:57:35","date_gmt":"2013-04-28T19:57:35","guid":{"rendered":"http:\/\/ff-buehl.de\/?page_id=188"},"modified":"2013-05-01T12:33:38","modified_gmt":"2013-05-01T11:33:38","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ff-buehl.de\/?page_id=188","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Aus der Geschichte der B\u00fchler Feuerwehr<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der erstmaligen Nennung unseres Ortes in einer Urkunde des Jahres 1382 als &#8222;Ze dem Puhel&#8220; = B\u00fchl vergingen 500 Jahre bis zur Organisation des Feuerschutzes durch eine Ortswehr. Sie bestand 1883 zun\u00e4chst aus der Rotte V der Gemeinde Hiltersdorf und zu ihr geh\u00f6rten die M\u00e4nner der Ortschaften B\u00fchl, Thann, Geiselhof, Rannahof, Schlauderhof und Buchen\u00f6d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wohl wegen der Entfernung zum Gemeindesitz erschien die Bildung eines eigenen Vereins zweckm\u00e4\u00dfig &#8211; und so berichtete Herr Schwab &#8222;B\u00fcrgst&#8220; an das k\u00f6nigliche Bezirksamt, die B\u00fchler &#8222;haben sich aber am 15. Juni 1885 von Hiltersdorf getrennt und sich selbst\u00e4ndig gemacht&#8220;. Zur ersten Ausr\u00fcstung geh\u00f6rten 1883 zwei neue Handspritzen, die in B\u00fchl und Thann stationiert waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon 1884 erhielt unsere Wehr dieselbe &#8211; heute noch vorhandene &#8211; &#8222;Saug- und Druckspritze&#8220; wie Hiltersdorf zum Kaufpreis von 526 Mark und der Mauerer Josef G\u00f6bl baute daf\u00fcr noch im Herbst ein Feuerh\u00e4uschen &#8222;in der L\u00e4nge von 15 Fu\u00df und mit Breite von 10 Fu\u00df&#8220; (ca. 5 m x 3 m) zum Akkordpreis von nur 84 Mark. M\u00f6glich war der niedrige Baupreis nur, weil die Gemeinde verlangte, dass das Baumaterial unentgeltlich von den Einwohnern der Ortschaften gefahren und kostenloser Handlangerdienst geleistet werden musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das &#8222;Feuerh\u00e4uschen&#8220; wurde 1998 durch ein Feuerwehrger\u00e4tehaus an neuer Stelle ersetzt und im Zuge der Dorfentwicklung zwischenzeitlich abgerissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich waren die Feuerwehren milit\u00e4risch aufgebaut. Dem f\u00fchrenden Hauptmann stand ein Adjutant tatkr\u00e4ftig zur Seite. Sie befehligten die siebenk\u00f6pfige Steigermannschaft, die Spritzenmannschaft mit 11 Leuten und die Ordnungsmannschaft, die aus 9 M\u00e4nnern bestand, jeweils betreut von einem Zugf\u00fchrer. Der erste Feuerwehrhauptmann, der M\u00fcllerssohn Johann Giehrl, sein Adjutant Landwirt Johann Flierl und der Zugf\u00fchrer der Spritzenmannschaft, Johann Lang, stammten aus B\u00fchl, w\u00e4hrend der Zugf\u00fchrer der Steigermannschaft Johann Beer aus Geiselhof und der Zugf\u00fchrer der Ordnungsmannschaft Michael Winkler aus Thann kamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mannschaftsbestand wechselte wesentlich st\u00e4rker, als wir das heute gew\u00f6hnt sind: Dienstknechte suchten zu Lichtme\u00df einen anderen Herrn, die nachgeborenen Bauerss\u00f6hne heirateten nach ausw\u00e4rts oder fanden in der aufbl\u00fchenden Industrie der St\u00e4dte Arbeit und der Milit\u00e4rdienst unterbrach die Mitgliedschaft. Der Ausbildungsstand der B\u00fchler Wehr war trotzdem gut, denn ihr wurde in den Jahren nach ihrer Gr\u00fcndung mehrmals bescheinigt: &#8222;Der Inspektionsbefund war vorz\u00fcglich und ist nichts zu beanstanden. G\u00e4rmersdorf, den 16. Juni 1893, Ri\u00df, Bezirksfeuerwehr&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da zur Freiwilligen Feuerwehr B\u00fchl sechs Ortschaften bzw. Ein\u00f6den geh\u00f6rten, musste die Ausr\u00fcstung mehrfach beschafft werden, kostspielig f\u00fcr die Gemeinde: Neben der zweir\u00e4drigen Feuerspritze standen zur Verf\u00fcgung acht Feuerleitern und acht -haken, 40 m Hanfschl\u00e4uche und eine Hupe f\u00fcr den Kommandanten. Die damalige Schutzkleidung, n\u00e4mlich Helm, &#8222;Bluse&#8220; und Gurt wurde durch eine steuer\u00e4hnliche Umlage in der ganzen Gemeinde angekauft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Maschinenzeitalter erlebte die Freiwillige Feuerwehr B\u00fchl erst 1957 mit einer TS 6, die 1980 von dem TSA 8 abgel\u00f6st wurde und bis heute im Einsatz ist. Zu Leistungspr\u00fcfungen stand zwischenzeitlich auch das Feuerwehrauto aus Hiltersdorf zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Gemeindezusammenlegung wurde auch das Einzugsgebiet der Freiwilligen Feuerwehr B\u00fchl sinnvoll abgerundet, indem die nahegelegenen Ortschaften Ober- und Unterpennading sowie die Ein\u00f6de Berghof sich B\u00fchl anschlossen. Damit ist seit 1978 eine einsatzf\u00e4hige Truppe entstanden, was sich einmal beim Ausbildungsstand der aktiven Gruppen zeigt, zum anderen aber auch auf gesellschaftlichem Gebiet: Die Wehr veranstaltet Maibaum aufstellen und Johannisfeuer, trifft sich zu Faschingsveranstaltungen und Kameradschaftsabenden und l\u00e4dt die Umgebung zu ihren z\u00fcnftigen Gartenfesten an Fronleichnam ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Geschichte der B\u00fchler Feuerwehr Von der erstmaligen Nennung unseres Ortes in einer Urkunde des Jahres 1382 als &#8222;Ze dem Puhel&#8220; = B\u00fchl vergingen 500 Jahre bis zur Organisation des Feuerschutzes durch eine Ortswehr. 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